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Ortstermin: Martina Stamm-Fibich (2.v.l.) und Martin Burkert (3.v.r.) diskutierten über die Machbarkeit einer Ortsumgehung in Eckental-Forth. Foto: Bettina Zauhar

Heroldsberg hat eine, Eschenau auch. Nur die Bürger aus Forth warten seit Jahren auf eine Umgehungsstraße der stark befahrenen B2. Beim Ortstermin mit MdB Martin Burkert, Vorsitzender im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur, informierten sich Martina Stamm-Fibich über die angedachte Routenführung und die Baukosten.

Im Frühjahr 2015 wird der Bundesverkehrswegeplan (BVWP) erstellt, der die Weichen für den Ausbau der Verkehrswege in Deutschland stellt. Die bayerische Staatsregierung hat die Ortsumgehung Forth (OU Forth) im Zuge der Bundesstraße 2 für die Fortschreibung des BVWP angemeldet. Die Kosten für die 2,2 Kilometer lange Ausweichstrecke sollen sich nach Berechnungen des Staatlichen Bauamts Nürnberg auf rund 5,6 Millionen Euro belaufen.

Allein bayernweit wurden rund 400 Projekte für den BVWP eingereicht, was eine Realisierung nicht einfacher macht. „Es besteht eine realistische Chance, dass wir das Projekt umsetzen können“, sagte Burkert, schränkte aber ein: „Mit Mitteln aus dem Bundesverkehrswegeplan wird es sehr schwer werden.“ Im Bundesverkehrswegeplan werden nur Projekte mit „vordringlichem Bedarf“ berücksichtigt, die OU Forth wurde bereits 2004 nur in den „weiteren Bedarf“ eingegliedert. „Eine Finanzierung mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket erscheint mir realistischer“, sagt Burkert.

Rund 15 000 Fahrzeuge passieren jeden Tag die Ortsdurchfahrt von Forth. Auch der Kraftverkehr hat auf 800 Fahrzeuge am Tag zugenommen. Nicht nur durch umliegende Unternehmen, sondern vor allen durch den Schwerlastverkehr. Viele LKWs verlassen bereits an der Anschlussstelle Pegnitz die A9, um in Forth über Fronhof und Erlangen auf die A73 zu gelangen. Der andere Teil fährt in Schnaittach ab, um an der Anschlussstelle Nürnberg-Nord auf die A3 Richtung Würzburg aufzufahren. Einziges Ziel: die Maut umgehen.

Eine Umsetzung sei auch vom Fortgang möglicher Klagen abhängig, gab Burkert zu bedenken: „Sie halten einen Prozess immer auf.“ Martina Stamm-Fibich stellte klar, dass für den dringend notwendigen Bau der Umgehungstraße „ein Zusammenwirken aller beteiligten politischen Parteien nötig ist“.