Mit Falko Mohrs MdB (SPD) und dem UN-Jugenddelegierten Mio Kuschick aus Möhrendorf im Auswärtigen Amt. Foto: Falko Mohrs MdB

Mit Falko Mohrs MdB (SPD) und dem UN-Jugenddelegierten Mio Kuschick aus Möhrendorf im Auswärtigen Amt. Foto: Falko Mohrs MdB

01-03-2018 Was treibt junge Menschen in Deutschland und der Welt um? Darum ging es beim Debriefing der UN-Jugenddelegierten Mio Kuschick aus Erlangen und der per Videobotschaft zugeschalteten Anaick Geißel aus Stuttgart im Auswärtigen Amt. Die beiden deutschen Jugenddelegierten berichteten von ihren Erfahrungen bei der 72. Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) im Oktober 2017 in New York und bei ihrer Deutschlandtour im Frühjahr und Sommer letzten Jahres. Die Nachbesprechung im Auswärtigen Amt war eine tolle Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch, denn die Jugenddelegierten haben davon eine Menge gesammelt – auch international.

Auf ihrer Deutschlandtour haben sie sich mit vielen jungen Menschen getroffen und deren Forderungen zu Themen wie Bildung, Chancengerechtigkeit und sozialer Gerechtigkeit als Delegierte bei der UN-Generalversammlung eingebracht. Stationen waren dabei Besuche in Schulklassen und Jugendzentren, Gespräche mit Jugendverbänden oder auch örtlichen UN-Gruppen. Anfang 2018 nahmen die Jugenddelegierten außerdem an der Sozialentwicklungskommission (CSocD56) der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und dem Jugendforum des Wirtschafts- und Sozialrats der Vereinten Nationen (ECOSOC), ebenfalls in New York, teil.

Bei dem Austausch ging es um die Ergebnisse der UN-Generalversammlung aus jugendpolitischer Perspektive. Mit dabei waren Vertreterinnen und Vertreter des Auswärtigen Amtes, des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie Abgeordnete des Deutschen Bundestages, darunter auch ich. Das Engagement der beiden beeindruckt mich sehr und ich finde es absolut wichtig, dass gerade auch junge Menschen sich politisch einbringen. Möglichkeiten gibt es dazu viele: Sei es als UN-Jugenddelegierte, bei den Jusos in der SPD oder auch den Gewerkschaftsjugenden der DGB-Gewerkschaften, in Vereinen und Initiativen vor Ort – Engagement ist wichtig!

Wie wird man UN-Jugendelegierte oder -delegierter?

Schon seit 1981 empfehlen die UN, dass Mitgliedstaaten Jugenddelegierte in ihre Delegationen aufnehmen um eine direkte Form der Jugendbeteiligung zu sichern. Seit 2005 hat auch Deutschland zwei Jugenddelegierte. Bei der Generalversammlung der UN in New York setzen sie sich für die Belange junger Menschen ein, indem sie Diplomatinnen und Diplomaten die Sichtweisen von Jugendlichen aus ihren Heimatländern näherbringen.

Träger des Programms sind die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN) und das Deutsche Nationalkomitee für internationale Jugendarbeit (DNK).

Jedes Jahr können sich junge Menschen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren als Jugenddelegierte bewerben. Die Bewerberinnen und Bewerber sollten ein besonderes Interesse an den Vereinten Nationen und jugendpolitischen Themen mitbringen.

Der Bewerbungszeitraum für 2018 ist bereits abgelaufen. Weitere Informationen zur Arbeit der Jugenddelegierten gibt es unter: http://www.jugenddelegierte.de/jugenddelegierte/bewirb-dich/bewerbung