Martin Burkert, Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur, erörterte die Situation in Gremsdorf bei einem Vor-Ort-Termin mit Kollegin Martina Stamm-Fibich und MdL Alexandra Hiersemann.

06-05-2016 – Rund 16.000 Fahrzeuge durchqueren täglich die Gemeinde Gremsdorf. Dieser Hinweis steht auf einem großen Banner in der Ortsmitte. Lärm und Luftverschmutzung sind für die 150 direkt betroffenen Anwohner eine alltägliche Belastung. Bei einem Vor-Ort-Termin machten sich Martina Stamm-Fibich ein Bild von der Situation.Dass sich diese Situation ändern muss, ist unstrittig. Wie das jedoch geschehen kann, haben vor Ort der 1. und 2. Bürgermeister der Gemeinde, Norbert Walter und Markus Franke, MdB Martin Burkert, Vorsitzender des Bundesverkehrsausschusses, MdB Martina Stamm-Fibich, MdL Alexandra Hiersemann und Andreas Hänjes, Vorsitzender der Kreistagsfraktion Erlangen-Höchstadt erörtert.

Die Haupstraße in Gremsdorf ist nicht für den Schwerlastverkehr ausgelegt. Dennoch nutzen viele Fahrer die Bundesstraße als Mautloch zwischen den Autobahnen A3 und A6.

Aller Voraussicht nach, werden einige Projekte aus dem vordringlichen Bedarf im ersten Entwurf des Bundesverkehrswegeplans (BVWP 2030), herausfallen. Für die OU Gremsdorf besteht die Chance, als Nachrücker in den vordringlichen Bedarf aufzusteigen.
Welche der drei möglichen Ortsumgehungen dann in Frage kommt, muss im Anschluss geklärt werden. Oberste Priorität habe die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan. Dafür benötige es schlagfertiger Argumente. Alexandra Hiersemann machte deutlich: „So sehr man natürlich beim Bau einer Ortsumgehung auf die Naturschutzgebiete in der Region achten muss, so sehr muss man aber auch auf die Menschen achten. Sie sind auch Teil der Umwelt und leiden unter den Folgen des übermäßigen Verkehrs.“ MdB Martina Stamm-Fibich verwies auf die Situation der Bewohner des Wohn- und Pflegeheims der Barmherzigen Brüder: „Den Bewohnern einer der größten Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen in Bayern, ist es nicht ohne größte Gefahr möglich, im Rollstuhl durch den Ort zu fahren. Das muss sich ändern.“

Die schmalen Gehwege und der stetige Verkehr sind ein ständiges Risikio für die Bewohner von Gremsdorf.

Die Besichtigung der Hauptstraße offenbarte die Probleme. Die Bürgersteige sind durch die LKWs, die die mautfreie Bundesstraße als Schlupfloch für den Übergang zwischen A3 und A6 nutzen,  abgefahren, den ganzen Tag über schlängelt sich der Verkehr durch den Ort. Ruhig wird es hier nur selten.

Um zusammen eine Lösung zu finden, wollen die Abgeordneten eng mit der Gemeinde zusammenarbeiten und der Staatsregierung sowie der Bundesregierung die Situation Gremsdorfs noch einmal verdeutlichen.