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Noch bis zum 30. Juni können Sie sich an der Lärmaktionsplanung des Eisenbahn-Bundesamtes beteiligen. Foto: Martin Jäger/pixelio.de

Nach einer 2002 von der Europäischen Union beschlossenen Richtlinie zur Bekämpfung von Umgebungslärm an Bahnstrecken, die seit 2005 vom Bundestag in Gesetzesform umgesetzt wurde, ermitteln derzeit alle EU-Staaten Lärmdaten für eine effektive Lärmaktionsplanung.

Mit einer großen Online-Umfrage der betroffenen Öffentlichkeit versucht das in Deutschland zuständige Eisenbahn-Bundesamt (EBA) das Ausmaß der Lärmbelastungen an Schienenwegen außerhalb von Ballungsräumen zu ermitteln – und niemand weiß es. In Anbetracht der laufenden Diskussionen um den stetig zunehmenden Verkehrslärm, hier insbesondere an Eisenbahnschienen, ist es sinnvoll, auch die subjektiven Bewertungen der Betroffenen systematisch zu erfassen.

Völlig unverständlich findet die Bundestagsabgeordnete Martina Stamm-Fibich daher, dass praktisch niemand in unserer Region bisher davon weiß, obwohl die Frist für eine Teilnahme nur noch bis zum 30.Juni läuft. „Auch ich habe erst diese Woche davon erfahren. Die Bürgerinnen und Bürger sollten die Chance nutzen, sich an der Erhebung zu beteiligen,“ sagt Stamm-Fibich. „Wenn nicht, dann könnte das EBA zu der Erkenntnis kommen, dass in unserer Region der Lärmschutz an der Schiene kein Thema sei.“

Die Befragung finden Interessierte unter www.laermaktionsplanung-schiene.de