Leben wie zu Hause

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Küchentest bestanden: Die SPD-Politiker Martina Stamm-Fibich (2.v.re.) und Harry Scheuenstuhl (re.) waren angetan von der modernen Einrichtung der ambulant betreuten Wohngemeinschaft des Diakonischen Werkes Wilhermsdorf.

Am 5. Juni  besuchten  Martina Stamm-Fibich mit dem  SPD-Landtagsabgeordneten Harry Scheuenstuhl die ambulant betreute Wohngemeinschaft in Wilhermsdorf. In der Schlossgartenstraße 5 werden seit dem 15. Februar zwei Wohngruppen mit je elf Senioren ambulant durch die Diakonie, Pflegedienst Wilhermsdorf betreut.

„Ambulant betreute Wohngruppen sind ein probates Mittel, um klassische Heimunterbringungen zu vermeiden. In der Politik haben wir uns sehr dafür eingesetzt, dass diese Form der Betreuung erhalten geblieben ist“, sagt  Stamm-Fibich. Es könne jedoch nicht angehen, dass das Bayerische Sozialministerium eine Raumgröße von 18 Quadratmeter qm plus einer Nasszelle empfiehlt, hingegen die Sozialbehörden eine maximale Größe von 16 Quadratmeter anerkennen und auch nur hierfür die Kosten übernähmen, führte die Bundestagsabgeordnete weiter aus.

Man dürfe die Anforderungen nicht überstrapazieren, meinte Scheuenstuhl. Es sei beispielsweise nur schwer nachvollziehbar, wenn die Fachqualitätsaufsicht (FQA) einen Personalschlüssel von 11:1 für die Nacht fordere, wenn in Heimen auf bis zu 60 zu betreuende Personen in der Nacht nur eine Pflegekraft käme, zumal in den Wohngruppen ein 24-Stunden-Notruf von der Diakonie unterhalten werde.

Durch die Forderung der FQA, keine gemeinsamen Dienstpläne der beiden Wohngruppen mehr zu unterhalten und eine zweite Pflegekraft für die Nacht einzusetzen, führe dies zwangsläufig zu einer Erhöhung der ansonsten moderaten monatlichen Kosten. Auch habe die FQA bemängelt, dass ein Besucherraum gleichzeitig als Büroraum und Besprechungszimmer mit Bewohnern der Wohngruppen und deren Angehörigen diente.

„Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass durch die FQA teilweise nicht nachvollziehbare Gründe für Bemängelungen gesucht werden, anstatt diese modernen und nachgefragten Wohngruppen für ältere Menschen zu beraten und zu unterstützen“, kritisierte Scheuenstuhl.

Beide Politiker versprachen, sich für die Belange der ambulant betreuten Wohngemeinschaften in Wilhermsdorf, aber auch im Allgemeinen einzusetzen.