Otto-Wels-Preis: Vera aus Hemhofen räumt ab

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Bei der Vergabe des Otto-Wels-Preis für Demokratie waren vier Preisträgerinnen aus Mittelfranken dabei (v.li.): Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, MdB Gabriela Heinrich, Luisa Heine, Franca Bauernfeind, Sophia Deininger (alle 3 aus Nürnberg), Vera Schiller (Hemhofen), MdB Martina Stamm-Fibich und MdB Martin Burkert. Foto: Henning Schacht

Zum dritten Mal verlieh die SPD-Bundestagsfraktion am Mittwoch den „Otto-Wels-Preis für Demokratie“. Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 16 und 20 Jahren waren bei einem „Kreativ-Wettbewerb“ aufgerufen, sich mit den Themen „Freundschaft und Verantwortung“ in den israelisch-deutschen Beziehungen auseinanderzusetzen. Wählen konnten sie dabei zwischen drei Aufgabenstellungen: Rede, Kampagne oder Illustration.

Anlässlich des Festakts zum 50. Jahrestags der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland mit 700 Gästen aus Deutschland, Israel und der Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft, bei der die Schauspielerin Iris Berben die Laudatio hielt, wurde der „Otto-Wels-Preis für Demokratie“ verliehen.

Den mit 1000 Euro dotierten 1. Platz in der Kategorie „Illustration“ belegte Vera Schiller aus Hemhofen. Die 17-jährige Gymnasiastin überzeugte die Jury mit ihrer „handwerklich, hochwertigen Zeichnung“. Ihr Bild zeigt zwei junge Frauen. Sie stecken ihre Köpfe zusammen, ihre Gedanken zeigen in grauen Farben die Schrecken des Nationalsozialismus. „Im Vordergrund aber verbindet sie der Gedanke der Freundschaft zwischen Deutschland und Israel, die in leuchtenden Farben dargestellt ist“, zitierte Iris Berben aus dem Urteil der Jury. Martina Stamm Fibich: „Ich freue mich sehr, dass mit Vera eine Jugendliche aus meinem Wahlkreis zu den Preisträgern gehört. Ihr Bild zeugt von Kreativität, Verständnis und viel Wissen um die deutsch-israelische Geschichte.“

Mit Franca Bauernfeind, Sophia Deininger und Luisa Heine wurden auch drei Schülerinnen des Melanchthon-Gymnasiums in Nürnberg geehrt, die einen zehntägigen Schulaustausch nach Israel in einem Film festgehalten haben. Sie belegten den 2. Platz in der Kategorie „Kampagne“.

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Platz 1 in der Kategorie Illustration: Das Bild von Vera Schiller aus Hemhofen überzeugte die Jury.

Hintergrund: Der Otto-Wels-Preis für Demokratie

Der Otto-Wels-Preis für Demokratie wurde 2013 ins Leben gerufen – in Erinnerung an die Rede des Fraktionsführers und SPD-Reichstagsabgeordneten Otto Wels, der 1933 für die SPD eine mutige Rede gegen das sogenannte Ermächtigungsgesetz der Nationalsozialisten hielt und das „Nein“ der Fraktion gegen die Aushebelung der jungen deutschen Demokratie verteidigt hat. Seither wird der Preis an Jugendliche und junge Erwachsene vergeben, die sich zu wechselnden Mottos mit der historischen Bedeutung der Rede von Wels und ihrer bleibenden Aktualität für unsere Gesellschaft auseinandersetzen. Anliegen der SPD-Bundestagsfraktion ist es, Demokratie und Toleranz innerhalb der jungen Generation zu fördern.