Hatten Zeit für einen regen Meinungsaustausch: MdB Martina Stamm-Fibich (li.) und Roswitha Hermann, Betriebsratsvorsitzende der Adidas AG.

Unter dem Motto „Arbeit wertschätzen“ hat die SPD-Bundestagsfraktion am Mittwoch den traditionellen Dialog mit Betriebs- und Personalräten aus ganz Deutschland fortgesetzt. In Berlin diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik mit rund 260 Betriebs- und Personalräten über Leiharbeit, den Missbrauch von Werkverträgen, die Tarifautonomie und die Wirkung des Mindestlohns.

„Schlechte Arbeitsbedingungen beeinträchtigen das ganze Leben, umso wichtiger ist es über gute Arbeit zu sprechen und sie  gemeinsam voranzubringen“, erklärt die Erlanger Bundestagsabgeordnete Martina Stamm-Fibich.

Genau das sei Kern der diesjährigen Betriebsrätekonferenz gewesen, die am Mittwoch unter dem Motto „Arbeit wertschätzen“ in Berlin stattfand. Der Austausch mit den rund 260 Betriebsräten sei „sehr konstruktiv“ gewesen. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles und der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, wählten am Anfang der Konferenz klare Worte über das Ziel der SPD, guter Arbeit wieder ihren Stellenwert in der Gesellschaft zu geben und sie zukunftsfest zu machen.

Martina Stamm-Fibich konnte bei der Konferenz auch Roswitha Hermann aus Herzogenaurach begrüßen. Die Betriebsratsvorsitzende der Adidas AG nahm zum ersten Mal an der Tagung teil. „Es war eine sehr interessante Veranstaltung, bei der ich viele neue Kontakte knüpfen konnte“, sagte Hermann, die bei einem gemeinsamen Abendessen mit Martina Stamm-Fibich den Gedankenaustausch noch vertiefen konnte.

Mit der Einführung des flächendeckenden, gesetzlichen Mindestlohns hat die SPD an der Seite der Gewerkschaften einen historischen Durchbruch erreicht. Der Mindestlohn sorgt dafür, dass derjenige, der Vollzeit arbeitet, endlich von seiner Hände Arbeit leben kann. Auch das Rentenpaket mit der abschlagsfreien Rente ab 63 nach 45 Fibich.

Als nächstes stehe die Bekämpfung des Fibich, die vor ihrer Tätigkeit als Bundestagsabgeordnete als freigestellte Betriebsrätin bei Siemens gearbeitet hat.

Auf der Betriebsrätekonferenz legte außerdem der Vorsitzende des DGB, Reiner Hoffmann, dar wie der Ausbau von Mitbestimmung erfolgreich gelingen kann. Tatjana Fuchs von der Gesellschaft für Gute Arbeit mbH sprach darüber wie Arbeit  ertschätzend gestaltet werden kann. Klaus Barthel,MdB und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) der SPD, fasste in seinem Schlusswort nochmals die wichtigsten Herausforderungen an die Gestaltung guter Arbeit zusammen.

Der Austausch der SPD-Fraktion mit Betriebs- und Personalräten hat eine lange Tradition. Die sozialdemokratischen Abgeordneten laden regelmäßig nach Berlin ein, um über aktuelle arbeitsmarktpolitische Herausforderungen zu sprechen.