Das Uniklinikum in Erlangen profitiert von den Fördermaßnahmen. Foto: Uni-Klinikum Erlangen

Martina Stamm-Fibich, Mitglied des Deutschen Bundestages und Patientenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, freut sich über die Förderung für forschende Fachärzte an den Unikliniken Würzburg und Erlangen. Die Universitätskliniken in Erlangen-Nürnberg und Würzburg sind, als zwei von acht Standorten in Deutschland, Teile eines vom Bundesministerium für Forschung und Bildung aufgelegten Programms zur Förderung forschender Fachärztinnen und Fachärzte in der Universitätsmedizin.

„Ich freue mich sehr darüber, dass gleich zwei Universitätskliniken in Franken den Sprung in das Programm geschafft haben“, so Martina Stamm-Fibich. Die SPD-Bundestagsabgeordnete, die den Wahlkreis Erlangen vertritt, streicht die Bedeutung des Programms heraus. „Ärztinnen und Ärzte, die sowohl klinisch als auch wissenschaftlich tätig sind, spielen eine besondere Rolle, wenn es darum geht, neueste Erkenntnisse aus der Forschung zu den Patientinnen und Patienten zu bringen. Sie können zum Beispiel genau identifizieren, in welchen Versorgungsfragen ein erhöhter Forschungsbedarf besteht.“

„Das Programm trägt dazu bei, die gleichzeitige Tätigkeit in der Patientenversorgung und Forschung attraktiv zu gestalten und damit die Gesundheitsforschung in Deutschland langfristig entscheidend zu stärken. Wir verbessern auf diese Weise die bereits bestehenden Förderangebote für forschende Medizinerinnen und Mediziner, welche die Weiterbildung zum Facharzt bereits abgeschlossen haben. Die Initiative ermöglicht geschützte Forschungszeiten, ein exzellentes Forschungsumfeld und gute Rahmenbedingungen für das unabhängige wissenschaftliche Arbeiten. Hinzu kommt, dass gleichzeitig die Chancengerechtigkeit sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefördert werden.“

An den acht jetzt ausgewählten universitätsmedizinischen Standorten werden etwa 100 Stellen für forschende Fachärztinnen und Fachärzte gefördert. Dafür stellt das Bundesministerium für Forschung und Bildung insgesamt rund 100 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert wird der zusätzliche Forschungsanteil der Stellen mit bis zu 130 000 Euro pro Jahr je Stelle. Das Ministerium unterstützt die Programme in der Universitätsmedizin für maximal zehn Jahre. Voraussichtlich ab August 2021 kann an den Universitätskliniken mit dem Aufbau des Förderprogramms und der Auswahl von geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten begonnen werden.