Für ein Jahr ist Iris Esau als Stipendiatin des Parlamentarischen Patenschafts Programms (PPP) des Bundestages zu Gast in den USA. In ihrem Blog berichtet sie über ihr neues Leben in den Vereinigten Staaten.

Hey alle zusammen,

es ist Januar. Die Hälfte meines Auslandsjahr ist offiziell vorbei. Ich habe so viel erlebt bis jetzt und bin so dankbar für jede einzelne Erinnerung. Der Januar war ebenso ein sehr aufregender Monat für mich, denn die Civic Education Week fand statt – eine Woche in Washington DC, wo sich alle PPP-Stipendiaten aus den Südstaaten treffen.

Am Sonntag den 26. Januar sind alle deutschen Stipendiaten von den verschiedensten Staaten angereist. Ein Mädchen, das bei mir in der Nähe wohnt, und ich, sind mit dem Zug 4 Stunden bis nach Washington DC gefahren. Der Dienstag war der aufregendste Tag von allen. Von 8 bis 17 Uhr durften wir alleine in kleinen Gruppen beim Capitol Hill rumlaufen, und alle wichtigen Regierungsgebäude ansehen. Außerdem hatte jeder Schüler individuell drei Meetings mit verschiedenen Senatoren und Repräsentanten von den jeweiligen Staaten und Distrikten, wo man zurzeit lebt.

Es war eine tolle Erfahrung, die Repräsentanten zu treffen und mit denen zu reden. Am Abend haben wir uns noch das Weiße Haus angeschaut. Mittwoch ging es ganz früh schon weiter. Wir sind zum Department of State gefahren, wo wir die Deutsch-Amerikanischen Botschafter getroffen haben, und selbst in den großen Versammlungsräumen eine kleine Probediskussion über ausgewählte Themen gehalten haben. Am Abend haben wir uns beim John F. Kennedy Center ein lustiges Theaterstück angesehen.

Neben all den Ausflügen zu den verschiedensten Museen und Sehenswürdigkeiten, hatten wir auch noch einige Seminare über Leiterschaft im Hotel. Es war eine sehr gefüllte Woche, ohne Freizeit, aber voll mit interessantem Programm in einer schönen Stadt mit tollen Leuten! An dieser Stelle möchte ich mich nochmal bei dem Deutschen Bundestag und dem Amerikanischen Kongress bedanken, die dieses Stipendium sponsern, und an Frau Stamm-Fibich, die mich als Trägerin dieses Stipendiums in meinem Wahlkreis ausgewählt hat. Solche Erfahrungen sind so wertvoll, und etwas, was man nie mehr jemandem wegnehmen werden kann.