Für ein Jahr ist Iris Esau als Stipendiatin des Parlamentarischen Patenschafts Programms (PPP) des Bundestages zu Gast in den USA. In ihrem Blog berichtet sie über ihr neues Leben in den Vereinigten Staaten.

Hallo alle zusammen,

die Weihnachtszeit ist meine liebste Zeit im Jahr. Weihnachtsmusik, Plätzchen, Schnee, Weihnachtslichter, Dekorationen, etc. Ist es nicht wunderschön? Es ist viel passiert im Dezember. Am Anfang des Monats hatten wir eine Weihnachtsparade in der Stadt. Ein paar Tage später haben wir in der Gemeinde, die wir besuchen, Thomas Roads Church in Lynchburg, Weihnachtsgeschenke für Kinder eingepackt. Sehr viele Menschen haben daran teilgenommen, alles was schön dekoriert und man konnte wirklich die fröhliche Weihnachtsatmosphäre spüren. In der Schule fanden auch verschiedene Wettbewerbe zwischen den verschiedenen Klassenzimmern statt, wie zum Beispiel das Weihnachtsbaum-Wettbewerb. Neben der Schule wurden am Wochenende die Geschenke besorgt und Plätzchen und Ginger Bread Houses mit Freunden gebacken.

Am 23. Dezember sind eine Freundin und ich gemeinsam zum Freizeitpark Kings Dominion gefahren, dass bis zum Neujahr mit Weihnachtslichtern überall im Park geschmückt war. Wir verbrachten den ganzen Nachmittag und Abend dort, fuhren Achterbahnen, sind Schlittschuhe gelaufen und haben bestimmt fünf Tassen heiße Schokolade getrunken.

Am 24. Dezember, was hier in den USA der Abend vor Weihnachten ist, Christmas-Eve, sind wir nach dem langen Ausschlafen in die Gemeinde zum Weihnachtsgottesdienst gefahren. Danach haben wir ein bisschen Zeit mit der Familie meines Gastvaters verbracht, bevor wir Plätzchen gebacken haben, den traditionellen Weihnachtsfilm „The Elf“ geschaut haben und anschließend alle ins Bett gegangen sind. Eine Tradition meiner Gastfamilie ist, dass die ganze Familie zusammen die Nacht vor Weihnachten im Bett der Mutter schläft, das offensichtlich riesig ist. Am nächsten Morgen wurden wir Kinder um 6 Uhr am Morgen geweckt, um die Geschenke auszupacken. Anschließend sind wir zu den Großeltern gefahren, wo wir ein großes Frühstück hatten und das Geschenke-auspacken weiterging. Den Weihnachtstag haben wir auch mit der Familie meines Gastvaters und deren Familienkreis verbracht.

Eine Woche später wurde, wie auch in Deutschland, Silvester gefeiert. Die Amerikaner machen keine Feuerwerke, zumindest nicht hier wo ich lebe, und veranstalten keine Feiern. Eigentlich warten sie nur bis Mitternacht, schauen den Ball-Drop im Fernseher an und gehen schlafen. Was ist Silvester ohne Feuerwerke? Da das uns Austauschschüler hier in der Umgebung sehr gewundert hat, haben wir beschlossen unsere eigene kleine Feier zu machen. Wir haben Spiele gespielt, viel gegessen, sind dann gegen Mitternacht ins Zentrum der Stadt gelaufen, wo es einen eigenen kleinen Ball-Drop gab und haben dort mit der Menschenmenge ins neue Jahr gestartet. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Danach haben wir unsere eigenen Feuerwerke abgeschossen und obwohl wir die einzigen in der ganzen Umgebung waren, die das gemacht haben, hatten wir sehr viel Spaß dabei.

Ich bin sehr froh und dankbar diese Erfahrung hier in den USA machen zu können und ein amerikanisches Weihnachten und Silvester erlebt zu haben. Ich wünsche euch allen ein frohes und schönes neues Jahr 2020!