Für ein Jahr ist Iris Esau als Stipendiatin des Parlamentarischen Patenschafts Programms (PPP) des Bundestages zu Gast in den USA. In ihrem Blog berichtet sie über ihr neues Leben in den Vereinigten Staaten.

Hey Leute,

Ich möchte euch von meinen Hauptereignissen im Oktober erzählen, denn in diesem Monat ist so einiges spannendes passiert.

Am 12. und 13. Oktober war ich mit anderen Austauschschülern, die bei mir in der Umgebung leben, in Richmond, der Hauptstadt von Virginia. Das ist ein Programmpunkt, den ich Dank meines Stipendiums erleben konnte. Dort haben wir verschiedene Sehenswürdigkeiten, wie das Kapitol, angeschaut und sind zu einem Musikfestival gegangen, das gerade dort in der Umgebung stattgefunden hatte. Übernachtet haben wir bei der Schwester unserer Betreuerin, die mit uns unterwegs war, die in Richmond lebt. Dort hatten wir eine gute Gemeinschaft und haben uns lange über die Politik in den verschiedensten Länder, wo wir Austauschschüler herkommen, unterhalten. Am nächsten Morgen haben wir auf dem Rückweg die Universität von Charlottesville besichtigt, die Thomas Jefferson, der 3. Präsident von den Vereinigten Staaten entworfen hat. Ich freue mich schon auf alle weiteren gemeinsamen Ausflüge mit den anderen Austauschschülern.

In der Woche vom 14. – 18. Oktober war Homecoming Week in meiner Schule. Diese Schulwoche wird in jeder High School in den USA groß gefeiert und es ist wohl die wichtigste und aufregendste Woche im Schuljahr. Jeden Tag konnten die Schüler sich nach einem anderen Motto kleiden und in die Schule kommen. Am Freitag war das wichtigste Football Spiel im Schuljahr. Leider war meine Schule nicht so erfolgreich dabei, aber es war trotzdem ein spannendes Spiel. Ein Tag später, am Samstag den 19. Oktober, war dann das offizielle Homecoming, ein Ball in der Schule. Hier in den USA wird das sehr ernst genommen. Mädels geben viel Geld für ihre Kleider aus, gehen zu professionellen Haar- und Make Up-Artisten und jeder macht sich schick. Eine Freundin und ich wurden Mittags geschminkt und unsere Haare wurden gemacht. Danach wurde ich von meinem Date abgeholt, wir haben einige Bilder gemacht und haben uns mit anderen Freunden zum Essen getroffen. Danach sind wir zur Schule gefahren, wo der Ball stattgefunden hat. Die Schulhalle war schön dekoriert und es war eher ein Party Stimmung als Standard Tanz, wie es in Deutschland gewöhnlich ist. Nachdem der Tanz vorbei war, gegen 23 Uhr, sind meine Freunde und ich zu einer Freundin nach Hause gefahren, wo wir alle die Nacht verbracht haben. Wir waren noch lange wach und haben Spiele gespielt.

Am 31. Oktober war Halloween. Der Unterschied zu Deutschland ist, dass es hier viel mehr gefeiert wird und Menschen es viel ernster nehmen. Jedes einzelne Haus ist dekoriert, und sogar einige Gärten sind voll mit gruseligen Statuen, Skeletten, Totenköpfen etc. Selbst Teenager und Erwachsene nehmen beim Trick or Treat (Süßes oder Saures) teil. Da Virginia sich zu dieser Zeit in einer Tornado Uhr befunden hat, und es durchgehend geregnet hat, wurde das von Haus-zu-Haus laufen und alle bevorstehenden Paraden und Halloween-Shows in der Stadt abgesagt und um einen Tag auf den 1. November verschoben. Trotz dessen haben wir den Abend gemütlich auf der Couch mit Filmen verbracht und die geplanten Halloween-Aktivitäten einen Tag später waren ein guter Start in den neuen Monat.