MdB und Landratskandidatin Martina Stamm-Fibich, Herzogenaurachs Bürgermeister Dr. German Hacker, MdL Alexandra Hiersemann, Kreisvorsitzender Fritz Müller (v.l.) Foto: Günter Laurer

 

15-10-2019 Im vollen Saal der Mörsbergei in Bubenreuth waren neben den Stimmberechtigten auch viele Gäste anwesend. von allen abgegebenen gültigen Stimmen wurden alle für Martina Stamm-Fibich abgegeben. Einstimmig nominierte die Delegiertenversammlung der Kreis-SPD am Freitagabend die Bundestagsabgeordnete aus Möhrendorf als ihre Landratskandidatin.

Martina Stamm-Fibich hatte es befürchtet und doch gewünscht: 100 % für ihre Landratskandidatur. Der laute Applaus der Genossinnen und Genossen zeigt aber vor allem: die Kreis-SPD will Martina Stamm-Fibich nicht nur als Kandidatin, sondern auch als Landrätin. Vor allem deshalb hat sich der SPD-Kreisverband einstimmig dafür ausgesprochen, dass Stamm-Fibich im März 2020 im Kampf um das Amt des Landrates antreten soll. Martina Stamm-Fibich freut sich sichtlich über den ungeteilten Zuspruch ihrer Partei und verspricht: „Ich werde alles für eine erfolgreiche Kandidatur geben. Das geht aber nur mit eurer Unterstützung. Gemeinsam wollen wir es schaffen.“

Zuvor hatte Kreisvorsitzender Fritz Müller Martina Stamm-Fibich als Kandidatin für das Amt des Landrats vorgeschlagen. „Martina Stamm-Fibich ist unsere herausragende politische Kraft im Landkreis. Das machte es uns leicht, sie einstimmig vom Kreisvorstand und vom Kreishauptausschuss als Landratskandidatin vorzuschlagen. Melitta Schön, Altbürgermeisterin und Kreisrätin aus Heroldsberg, ging dann auf die menschliche Seite von Martina Stamm-Fibich ein. „Sie kann zuhören, sie ist ein Kind dieser Region, sie weiß, was die Menschen bewegt“, so Schön. „Aber sie hat außerdem ein enormes Fachwissen in vielen Bereichen der Politik. Sie ist deshalb prädestiniert für die Aufgabe als Landrätin in ERH.

Dr. German Hacker, Bürgermeister aus Herzogenaurach, stellte die „breitgefächerte Erfahrung“ von Martina Stamm-Fibich heraus. So hat sie in den vergangenen Jahren immer wieder bewiesen, Bundespolitik mit Kommunalpolitik erfolgreich zu verknüpfen. Sie hat als Bundestagsabgeordnete immer ein offenes Ohr für die Kommunalpolitik. Sie steht wie keine andere für die StUB und den ÖPNV. Mit einem Glas Honig aus Herzogenaurach wünscht er ihr ausreichend Energie und viel Erfolg im Landratswahlkampf. Sie könne auf seine Unterstützung immer zählen.

In ihrer Kandidatinnen Rede selbst bedankte sich Martina Stamm-Fibich für ihre Nominierung und die Unterstützung von Melitta Schön und German Hacker. Einen kleinen Ausflug in die große Parteipolitik gönnte sie sich dann doch. So müssen die Mitglieder der SPD, wenn sie dann einen neuen Vorstand gewählt haben, auch voll und ganz hinter diesem stehen. Man müsse dann Geschlossenheit zeigen. Was gilt es zu verbessern? Für Erreichtes wird man nicht gewählt, sondern für die besseren Lösungsvorschläge für die Zukunft.

So wird uns das Thema Klimawandel seine erreichte Bedeutung nicht mehr verlieren. Mit einer StUB, welche nicht nur Erlangen und Herzogenaurach anbindet, sondern als Ringverbund die Gräfenbergbahn in Eckental erreicht, würde der ÖPNV im Landkreis grundlegend verändert. Aber auch der Bildungsbereich ist für einen Landkreis entscheidend. So ist der Neubau des Gymnasiums in Spardorf unabdingbar wobei jedoch auch das Gymnasium in Herzogenaurach nicht vergessen werden darf. Das Thema Pflege wird in ERH noch eine sehr große Bedeutung bekommen. Wie kommt man an Fachkräfte und kann gleichzeitig Fachkräfte halten? Wichtige Schritte dafür sind, Wohnen im Landkreis bezahlbar zu machen. Z. B. für entsprechenden Wohnraum für Pflegekräfte. Auch wolle sie die GeWoBau Land weiter forcieren. Über Genossenschaften bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, hält sie für eine gute Idee.

Zum Schluss ging Martina Stamm-Fibich nochmal auf den Anschlag letzten Mittwoch in Halle ein. Die traurige Gewissheit um die Bedrohung für uns alle durch neonazistische Anschläge muss uns dazu bewegen, die Diskussion darum in die Mitte der Gesellschaft zu tragen. Antisemitismus und Hass auf alles andere darf nicht mehr klein geredet, muss geächtet werden. „Wenn nicht wir, wer dann?“ ihre Frage an alle.

Mit großem Applaus wurde dann das einstimmige Ergebnis für die Landratskandidatur von Martina Stamm-Fibich quittiert.