Iris Esau (unten li.) im Kreis ihrer Freunde in den USA.

Für ein Jahr ist Iris Esau als Stipendiatin des Parlamentarischen Patenschafts Programms (PPP) des Bundestages zu Gast in den USA. In ihrem Blog berichtet sie über ihr neues Leben in den Vereinigten Staaten.

Hey Leute,

ich heiße Iris und werde dieses Schuljahr als Stipendiatin in den USA im Staat Virginia verbringen. An dieser Stelle möchte ich mich bei meiner Patenabgeordneten Martina Stamm-Fibich bedanken, die mich für das Parlamentarische-Patenschafts-Programm ausgewählt hat.

Am 7. August ging um 5 Uhr die Reise los. Die zehn Stunden Flug vom Flughafen Frankfurt nach Washington vergingen nicht ohne Komplikationen. Um ein Unwetter in Washington DC zu umfliegen, mussten wir in Ohio zwischenlanden. In DC angekommen wurden wir im Hilton Hotel von der amerikanischen Partnerorganisation CIEE mit einem Welcome Dinner empfangen hat.

Der Flug zu meiner Gastfamilie tags darauf dauerte nur eine Stunde. In Roanoke, wurde ich herzlichst von meiner Gastschwester und meinem Gastvater empfangen. Eine weitere Stunde Autofahrt lag vor uns bis wir endlich in meinem neuen Zuhause für dieses Jahr ankamen: Buena Vista, Virginia.

Am Montag war der erste Schultag. Zuvor hatte mir meine Gastfamilie mir den  Natural Bridge Nationalpark und den Devils Marbleyard gezeigt. Meine High School ist relativ klein, ganz anders als meine Schule in Deutschland, aber es ist viel familiärer. Ich habe die Fächer Englisch, Mathe, Strength Training, Fotografie & Journalismus, USA Virginia Geschichte, Spanisch, Chor und Drama gewählt.

Die Woche drauf hatte ich ein Exchange Students Meeting, wo ich alle anderen 13 Austauschschüler aus der Umgebung kennengelernt habe. Sie kommen aus der Türkei, Kasachstan, Ukraine, Spanien, Thailand, Italien, Dänemark, Serbien, Ägypten und Deutschland.

In den USA ist es üblich, dass man sonntags in die Kirche geht. So gut wie alle Jugendliche gehen mit und besuchen unter der Woche auch die Jugendgruppe ihrer Gemeinde. In meiner Jugendgruppe habe ich bereits viele Freunde gefunden. Am letzten Freitag im August war das erste große Football Spiel meiner Schule gegen eine andere lokale High School. Der School Spirit war echt überwältigend!

Der erste Monat ist wie im Flug vergangen. Ich habe viele nette Menschen kennengelernt viel mit meiner Gastfamilie und Freunden unternommen, amerikanisches Essen probiert und mich gut in die Schule und Umgebung eingelebt. Hier in den USA für ein Jahr zu leben und eine neue Kultur kennen zu lernen war für eine lange Zeit mein größter Wunsch, der Dank des Stipendiums und natürlich meiner Eltern in Erfüllung gegangen ist.