Martina Stamm-Fibich mit Sabine Dittmar, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion (li.) und Heike Baehrens, Pflegebeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion. Bildnachweis: Marco Leibetseder/Editorial247.com

Martina Stamm-Fibich mit Sabine Dittmar, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion (li.) und Heike Baehrens, Pflegebeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion. Bildnachweis: Marco Leibetseder/Editorial247.com

02-11-2018 Der in der letzten Legislatur begonnene Pharmadialog wird fortgesetzt. Ich freue mich über die Fortsetzung des Pharmadialogs. Neu ist, dass die Koalitionsfraktionen dieses Mal mit am Tisch sitzen. Als Patientenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion bin ich am Dialog beteiligt und hoffe auf offene, transparente und konstruktive Gespräche. Für mich als Patientenbeauftragte steht beim Pharmadialog eine gute und zuverlässige Arzneimittelversorgung für Patientinnen und Patienten im Fokus.

Am 16.11.2018 findet die erste Dialogsitzung statt. Sie ist dem Thema „Chancen neuer Techniken und Trends für die Arzneimittelforschung, eine bestmögliche Patientenversorgung und einen starken Innovationsstandort Deutschland nutzen“ gewidmet. In der vergangenen Legislatur gab es insgesamt vier vertrauliche Gesprächsrunden, die in den im April 2016 vorgestellten 45-seitigen Ergebnisbericht und einer Reihe von Vereinbarungen mündeten.

Die nach dem letzten Pharmadialog getroffenen Regelungen zu Liefer- und Versorgungsengpässen sind aus meiner Sicht enttäuschend. Mit dem freiwilligen Melderegister beim BfArM und beim PEI wird kein Lieferengpass behoben. Auch die Liste besonders versorgungsrelevanter, engpassgefährdeter Arzneimittel sehe ich nicht als Lösung des Problems.

Wir brauchen eine gesetzlich verankerte Meldepflicht der Hersteller beim BfArM und Sanktionsmöglichkeiten bei Nicht-Meldung. Für Deutschland, als die ehemalige Apotheke der Welt, ist es ein Skandal, dass vor allem in der Onkologie Arzneimittel nicht zur Verfügung stehen und Patienten auf ihre Behandlung warten müssen. Wir brauchen eine durchgehend gesicherte Versorgung der Patientinnen und Patienten.

Weitere Dialogsitzungen sind für Frühjahr und Herbst 2019 geplant.