„Internationaler Tag des Ehrenamtes“ – Danke!

Ehrenamt, Welttag des Ehrenamtes, freiwilliges Engagement

Freiwilliges Engagement ist einer der Grundpfeiler einer demokratischen Gesellschaft. Dafür haben alle ehrenamtlich Engagierten unseren Dank verdient. Beim verdienten Dank allein darf es aber nicht bleiben. Foto: Tim Reckmann/pixelio.de

05-12-2017 Seit 1986 findet auf Initiative der Vereinten Nationen jährlich am 5. Dezember der „Internationale Tag des Ehrenamtes“ statt. Er löste damit den schon zuvor am 2. Dezember in Deutschland begangenen „Tag des Ehrenamtes“ ab. Das Ziel des Tages blieb dabei das gleiche: Die Leistungen der vielen Millionen Ehrenamtlichen in unserem Land zu würdigen. Freiwilliges Engagement ist einer der Grundpfeiler einer demokratischen Gesellschaft. Und jede und jeder einzelne macht durch ihre und seine Arbeit unsere Gesellschaft lebenswerter. Dafür haben alle ehrenamtlich Engagierten unseren Dank verdient. Beim verdienten Dank allein darf es aber nicht bleiben.

31 Millionen ehrenamtlich Engagierte in Deutschland

Der „Internationale Tag des Ehrenamtes“ ist eine tolle Gelegenheit das große Engagement aller Ehrenamtlichen in den Mittelpunkt zu stellen. Die etwa 31 Millionen Ehrenamtlichen – also beinahe 44 Prozent der über 14-Jährigen – in  unserem Land leisten großartiges. Die Zahl derjenigen, die sich in ihrer Freizeit uneigennützig zum Wohle anderer einbringen, ist damit in den letzten 15 Jahren erfreulicherweise nochmals um zehn Prozent gestiegen. In vielen verschiedenen Bereichen machen sie das Leben bunter, abwechslungsreicher und helfen anderen Menschen ganz konkret im täglichen Leben oder in besonderen Situationen. Auch in meinem Wahlkreis ist das Engagement der Ehrenamtlichen praktisch unverzichtbar – in den vielen Freiwilligen Feuerwehren, den Sportvereinen, den Kirchen, der Flüchtlingshilfe und den Parteien, um nur einige Beispiele zu nennen.

Ehrenamt braucht die richtigen Rahmenbedingungen

Ehrenamt braucht Zeit. Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass man oft viel mehr Zeit in das Ehrenamt investiert als ursprünglich geplant. Gerade in unserer schnelllebigen, auf Effizienz getrimmten Welt, ist Zeit jedoch ein kostbares Gut. Zeit ist knapp und wir alle wissen, dass ein Tag nur 24 Stunden hat. Das macht es schwierig Beruf, Familie und Ehrenamt unter einen Hut zu bringen. Gerarde vor dem Hintergrund der Digitalisierung ist es wichtig, dass wir als Politikerinnen und Politiker den Wandel der Arbeitswelt aktiv gestalten, auch um gute Bedingungen für das Ehrenamt zu erhalten bzw. weiter zu verbessern. Denn ehrenamtliches Engagement ist in der Regel nur dann möglich, wenn man nicht nur genug Zeit zur Verfügung hat, sondern diese freie Zeit auch verlässlich geplant werden kann. Mir als Sozialdemokratin geht es vor allem darum die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass die Menschen die Möglichkeit haben frei zu entscheiden. Dazu gehört auch die Entscheidung sich ehrenamtlich zu engagieren oder nicht. Diese Entscheidung kann aber nur frei treffen, wer tatsächlich eine Wahl hat.

Die Anerkennung ehrenamtlicher Arbeit darf sich nicht in warmen Worten, Danksagungen auf Empfängen, Ehrenurkunden oder Aufwandsentschädigungen erschöpfen. Natürlich ist all das ein wichtiger Teil der Anerkennung für die Leistungen der Ehrenamtlichen. Die größte politische Anerkennung ist in meinen Augen jedoch eine andere: Die Rahmenbedingungen zu schaffen und zu erhalten, die ehrenamtliches Engagement überhaupt erst möglich macht. Und zwar entsprechend der Bedürfnisse der engagierten Menschen.

Gute Arbeit und gute Voraussetzungen für ehrenamtliches Wirken gehören deshalb untrennbar zusammen. Denn sichere und gute Arbeitsbedingungen sind wesentliche Voraussetzungen für ehrenamtliches Engagement. Die Forderung der Sozialdemokratie zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen haben daher nicht nur direkte Auswirkungen auf die Arbeitswelt sondern auch auf die Möglichkeiten der Menschen sich ehrenamtlich engagieren zu können. Wir brauchen daher eine Ausweitung der Tarifbindung, eine Abschaffung der sachgrundlosen Befristung und ein Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit.

Möglichkeiten sich vor Ort einzubringen

Wenn Sie selbst Interesse daran haben sich ehrenamtlich zu engagieren, bieten die Kommunen verschiedene Ehrenamtsbörsen an. Die Stadt Erlangen etwa gibt auf ihrer Homepage Informationen und zeigt Möglichkeiten auf. (https://www.erlangen.de/desktopdefault.aspx/tabid-1166/797_read-28607/). Auch der Landkreis Erlangen-Höchstadt bietet auf seiner Internetseite eine Ehrenamtsbörse an (https://www.erlangen-hoechstadt.de/leben-in-erh/ehrenamt/ehrenamtsboerse/). Informationen finden Sie auch auf den Internetauftritten vieler Gemeinden des Landkreises, etwa der Stadt Herzogenaurach, der Gemeinde Eckental und der Stadt Höchstadt/Aisch.

Um die Wertschätzung der Gesellschaft auszudrücken erhalten viele Ehrenamtliche die Möglichkeit die Bayerische Ehrenamtskarte zu nutzen. Sie ist ein sichtbares Zeichen der Anerkennung und ermöglicht den freiwillig Engagierten Preisnachlässe und Vergünstigungen vielfältiger Art.