Digitale Medizin: Förderung für Erlangen

Foto: colourbox / Chatchai Kritsetsakul

Netzwerk-Hub. Foto: colourbox/Chatchai Kritsetsakul

10-07-2017 Die Digitalisierung bietet für unsere Gesundheitsversorgung riesige Chancen. Mithilfe der Digitalisierung können Patientinnen und Patienten noch individueller und besser als heute versorgt werden. Die großen Datenmengen, die bei der digitalisierten Medizin anfallen, können uns helfen, Krankheiten besser zu verstehen und zu behandeln. Vorreiter auf diesem Gebiet sind die USA und Schweden. Mit der digitalen Agenda 2013-2017 bringt die große Koalition Deutschland auch bei der digitalen Medizin voran. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellte nun die Medizininformatik-Initiative für eine „wirkungsvolle digitale Medizin, die beim Patienten ankommt“ vor, von der auch Erlangen als Forschungsstandort profitiert.Ziel ist es, die wachsenden Datenschätze – von Röntgenbildern bis hin zu Erbgut-Analysen – in einer nationalen Infrastruktur zu verknüpfen, um daraus neues Wissen für eine bessere Gesundheitsforschung und -versorgung gewinnen zu können. Nun werden vier Konsortien, bestehend aus 17 Universitätskliniken und rund 40 weiteren Partnern in die vierjährige Aufbau- und Vernetzungsphase der Medizininformatik-Initiative aufgenommen, darunter auch das Universitätsklinikum Erlangen. Aus Bundesmitteln werden dafür rund 120 Millionen Euro in den kommenden vier Jahren zur Verfügung gestellt.

Das Universitätsklinikum Erlangen ist Teil der Konsortien MIRACUM (Medical Informatics in Research and Care in University Medicine) und HiGHmed (Heidelberg-Göttingen-Hannover Medizininformatik). Das MIRACUM Konsortium verfolgt das Ziel, innovative Forschungsprojekte zu ermöglichen und die Krankenversorgung zu verbessern. Unter anderem Bildgebende Diagnostik, genetische und molekulare Untersuchungen werden von MIRACUM vernetzt, um zum Beispiel Hirntumoren künftig effektiver behandeln zu können. Ziel des Konsortiums HiGHmed ist es gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) mit neuen medizininformatische Lösungen und einem übergreifenden Datenaustausch die Forschung und Versorgung zu verbessern.

Mehr Informationen zur digitalen Agenda gibt es unter: https://www.digitale-agenda.de.

Mehr Informationen zur Forschungsarbeit an der Universitätsklinik Erlangen gibt es unter: https://www.med.fau.de/.