„Waffen gehören nicht in Kinderhände“

16-02-2017 – Seit über zehn Jahren findet am 12. Februar der Red Hand Day statt. Eine weltweite Aktion gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind weltweit immer noch 250.000 Kindersoldaten in mindestens 20 Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika im Einsatz. Sie werden in Kriegen in tödliche Kämpfe geschickt, müssen lebensgefährliche Botengänge übernehmen oder Sklavendienste leisten. Weibliche Kindersoldaten werden häufig zu Opfern sexualisierter Gewalt. Gegen den Missbrauch setzt der Red Hand Day ein Zeichen.Das Symbol der Aktion ist die rote Hand. Sie steht für ein klares „Nein“ gegen die Rekrutierung und den Einsatz von Kindersoldaten. Zum Handabdruck kann auch eine Botschaft hinzugefügt werden. Vor allem Kinder und Jugendliche erinnern an das Schicksal ihrer Altersgenossen. Sie organisieren öffentliche Proteste, Demonstrationen und weitere Aktionen, die auf das Schicksal der Kindersoldaten aufmerksam machen.

Am Red Hand Day werden die gesammelten Handabdrücke und die damit verbundenen Botschaften von den Jugendlichen und ihren Unterstützern an Politiker übergeben. So soll auf das Problem aufmerksam gemacht werden. Ich unterstütze den Red Hand Day und hoffe, dass der unmenschliche Einsatz von Kindern als Soldaten weltweit gestoppt wird. Dazu passend habe ich die Botschaft zu meinem roten Handabdruck gewählt – „Waffen gehören nicht in Kinderhände“.

Als Mitglied des Gesundheitsausschusses des Bundestages und Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion für Kinder- und Jugendgesundheit setze ich mich intensiv für das Wohl der Minderjährigen ein. Sie brauchen einen besonderen Schutz, da sie oft nicht in der Lage sind sich selbst gegen Missbrauch zu wehren.

Die im Deutschen Bundestag gesammelten roten Handabdrücke werden an die UN-Sonderbeauftragte für Kinder und bewaffnete Konflikte, Leila Zerrougui, übergeben.