Klinikclowns: Lachen ist die beste Medizin

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In der Cnopf’schen Kinderklinik begleitete Martina Stamm-Fibich die Clowns bei ihrer Spaßvisite. Foto: Henrik Kubik

12-09-2016 – In der ersten Woche nach der parlamentarischen Sommerpause standen die Haushaltsberatungen für das Jahr 2017 an. Von großem Interesse waren für Martina Stamm-Fibich die Beratungen zum Gesundheitsbereich. Die SPD-Abgeordnete hat eigene Vorschläge insbesondere für den Bereich der Kinder- und Jugendgesundheit eingebracht.

Die Arbeit der Klinikclowns liegt ihr dabei besonders am Herzen. Klinikclowns besuchen Krankenhäuser und Pflegeheime und lindern die Schmerzen mit der besten Medizin: Lachen. Seit 1990 gibt es die Klinikclowns in den USA, seit 1993 auch in Deutschland. Im Jahr 2004 wurde ihr deutscher Dachverband gegründet, der die Arbeit der einzelnen Initiativen bündelt und koordiniert. Heute gibt es rund 200 Klinikclowns, die in 15 Bundesländern, in über 300 Krankenhäusern kranke Menschen zum Lachen bringen.

Die Clowns bringen bunte Momente und fröhliche Augenblicke in den oft tristen und eintönigen Klinikalltag. Gerade schwer kranke Patientinnen und Patienten leiden nicht nur an den körperlichen Schmerzen, sondern auch psychisch. Wenn die Clowns vorbeischauen, können viele die Sorgen für einen Moment ausblenden. Die Heilkraft des Lachens ist wissenschaftlich schwer nachweisbar. Aber die positiven Rückmeldungen aus den Krankenstationen sprechen für sich. Und mittlerweile gibt es auch immer mehr Studien, die erforschen, welchen Einfluss das Lachen auf den Genesungsprozess tatsächlich hat.

Im November 2015 hat sich der Deutsche Bundestag mit der Petition des Dachverbands Clowns in Medizin und Pflege Deutschland e.V. befasst. Die Petenten fordern eine finanzielle Unterstützung ihrer Arbeit, um Spaßvisiten auch in Zukunft sicherstellen zu können. Der Verband finanziert sich über Spenden, für eine bessere Planungssicherheit wäre eine regelmäßige finanzielle Unterstützung hilfreich. Der Deutsche Bundestag hat die Petition im November 2015 an das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) überwiesen und um Prüfung gebeten.

Martina Stamm-Fibich hat parallel dazu nun den Vorschlag auch in die Haushaltsberatungen eingebracht. „Ich halte die Arbeit der Klinikclowns für sehr wichtig und setze ich mich für eine finanzielle Unterstützung ein“, erklärt die Bundestagsabgeordnete aus Erlangen.

Der Dachverband Clowns in Medizin und Pflege e.V. garantiert die Qualität der Betreuung. Er hat einen Ethikkodex und bildet die Künstler aus, die als Klinikclowns mithelfen. Im Juli 2016 war Martina Stamm-Fibich bei einer Visite der Klinikclowns in der Cnopf’schen Kinderklinik in Nürnberg dabei. „Dr. Maggy Mc Doodle und Dr. Beppo haben mich mitgenommen und mir ihre Arbeit gezeigt. Es ist beeindruckend, wie positiv die Wirkung der Klinikclowns auf kleine wie große Patientinnen und Patienten ist“, so Martina Stamm-Fibich.

In Holland werden die Leistungen der Klinikclowns von der Krankenkasse übernommen. In Sachsen fördert die AOK auf freiwilliger Basis die Spaßvisiten. „Es gibt Lösungsansätze, wie man die Arbeit der Klinikclowns unterstützen kann“, sagt die Bundestagsabgeordnete. Schön wäre es, wenn künftig auch im Haushalt der Bundesregierung Gelder zur Verfügung gestellt werden könnten, die den Klinikclowns Planungssicherheit ermöglichen und die wichtige Arbeit in den Kliniken für die Zukunft sichern würden.

http://www.dachverband-clowns.de/